Dienstag, 16. Oktober 2018

Richtung Havel

Dömitz um 7.00 Uhr Frühstück



Und um 7.45 Uhr Start aus diesem wunderschönen aber anscheinend ausgestorbenen Ort
Nun begann die schönste Etappe unserer Radtour. Wir waren alleine auf dem Elberadweg unterwegs. Aber hunderte von vor ihrem Flug gen Süden aufgeregten Wildgänsen zogen über uns dahin. Stare sammelten sich lautstark in den diversen hundertjährigen Buchen, Eichen und vor allen Weiden mit einem unglaublichen Stammumfang. Die Schönheit der Elbauen in diesem Abschnitt verschlug uns die Sprache und wir genossen schweigend den Sonnenaufgang.......







Bis wir in Wittenberge auf eine Brauerrei stießen. Nützt ja nichts. Das dortige Bier musste mit unserem Referenzbier Ostfriesenbräu verglichen werden. Es war noch relativ früh, aber es wurde gerade frisches Bier  gebraut. Für uns ein Anlaß, uns mit unserem gefährlichen Halbwissen über das Bierbrauen ein wirklich interessantes Gespräch mit dem Braumeister zu führen. Alle Achtung, das süffige und naturtrübe Kellerbier  war klasse. Leider lagen noch rund 90 km vor uns.









Hansestadt Havelberg




Und irgendwo ein wunderschöner Ort an der Havel, aber leider anscheinend ausgestorben. Kein Bier, kein Laden, keine Pension und ehrlich, keine Menschen. Wir hatten tatsächlich Sorge, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden.

Selbst in Rhinow hatte nur ein Türke geöffnet und es gab immerhin Flaschenbier und eine leckere Pizza auf die Hand. Übernachtung war nicht möglich.


Es wurde doch noch alles gut. Unser heutiger nächtlicher Standort ist die
Pension Schwalbennest am Gollenberg bei Stölln. Hier hat Otto Lilienthal bis 1893 bis 1896 seine Flugversuche bis zu seinem tödlichen Absturz durchgeführt.
1989 landete die IL 62 Interflug auf der nur 860 Meter langen Landebahn des örtlichen Segelflugvereins! und kam damit in das Guinnesbuch der Rekorde. Die Maschine ist immerhin 53 Meter lang



https://youtu.be/3EP2fgosJ0A  Der kurze Film zeigt die Landung des Flugzeuges auf dem Segelflugplatz bei Stölln.

Gute Küche und Zwickelbier. Zum Absacken gab es einen Roten Reiter, ein Kräuterschnaps mit 42%.
So, nun gute Nacht. Morgen sind wir in Berlin bei den Kindern und Enkeln, die uns, wenn alles gut geht,auf dem Tempelhofer Feld in Empfang nehmen, sind immerhin noch 90 km.

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